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Faseroptische Temperaturmessung in Hochspannungsumgebungen

Temperaturmessungen in Hochspannungsanlagen müssen direkt an der tatsächlichen Messstelle funktionieren – auch bei hohen elektrischen Potentialen und starken elektromagnetischen Feldern. Faseroptische Punktsensoren erfassen die Temperatur an definierten Punkten und übertragen das Messsignal optisch zum Auswertegerät.

Typische Messstellen sind Wicklungen, Sammelschienen-, Schraub- und Anschlussstellen sowie Prüfobjekte in Hochspannungs- und Entwicklungsumgebungen.

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Hochspannungsanlage bei Sonnenuntergang mit dem Titel Faseroptische Temperaturmessung in Hochspannungsumgebungen

Warum ist die Messung unter Hochspannung anspruchsvoll?

Hohe elektrische Potentiale, starke elektromagnetische Felder und begrenzte Einbauräume können den Einsatz klassischer elektrischer Temperatursensoren erschweren. Eine faseroptische Sonde benötigt an der Messstelle keine elektrische Versorgung; das Messsignal wird optisch über die Faser zum räumlich getrennten Auswertegerät übertragen.

So lassen sich bekannte thermisch relevante Punkte gezielt überwachen – zum Beispiel an Wicklungen, Kontakten, Sammelschienen, Anschlussstellen oder Prüfobjekten. Für die Auswahl sind vor allem Messstelle, Temperaturbereich und Einbausituation entscheidend.

Grafik zu faseroptischer Punkt-Temperaturmessung für Hochspannungs-, medizinische und Energieanwendungen

Typische technische Eckdaten

Je nach Sensorausführung und Auswertegerät.

Messbereich

−40 bis +260 °C

Genauigkeit

±1 °C Standard; höhere Genauigkeit konfigurierbar

Reaktionszeit

< 1 s

Messkanäle

1–64

Typische Messstellen und Prüfumgebungen

Die Sensorposition folgt der thermischen Fragestellung: Wo kann lokale Erwärmung entstehen, und welcher Punkt soll direkt überwacht werden? Typische Messstellen liegen an Wicklungen, elektrischen Verbindungen, Prüfobjekten oder definierten Punkten innerhalb eines Hochspannungsversuchs.

Wicklungen und Verbindungen

Direkte Temperaturerfassung an Wicklungen, Sammelschienen-, Schraub- und Anschlussstellen, an denen lokale Erwärmung früh erkannt werden soll.

Prüfobjekte

Temperaturverläufe an Transformatoren, elektrischen Baugruppen oder anderen Prüfobjekten während Hochspannungs- und Belastungsprüfungen erfassen.

Labor und Entwicklung

Mehrere definierte Messstellen für Versuchsreihen, Entwicklungsprüfungen und wiederholbare Temperaturmessungen unter elektrischer Belastung.

Messstelle und Konfiguration prüfen

Teilen Sie uns Messstelle, Temperaturbereich, Faserweg und Anzahl der Messpunkte mit. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl von Sonde, Faserlänge und Auswertegerät.

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Sondeneinbau und Faserführung planen

Die Sonde muss die thermisch relevante Stelle sicher erreichen und mechanisch passend befestigt werden. Entscheidend sind Einbauraum, Befestigung, Biegeradien, mechanischer Schutz, Durchführungen und der Faserweg bis zum Auswertegerät.

Planen Sie den Faserweg vom Messpunkt bis zum vorgesehenen Geräteort. Berücksichtigen Sie Montagewege und ausreichende Reserve, damit Installation und spätere Wartung ohne unnötige Zugbelastung möglich bleiben.

Die erforderliche Faserlänge ergibt sich aus dem tatsächlichen Leitungsweg zwischen Messstelle und Auswertegerät. Je nach Sensorausführung sind Faserlängen bis 20 m verfügbar.

Die endgültige Auswahl richtet sich nach Messstelle, Temperaturbereich und Einbausituation.

Für die Auswahl benötigen wir

  • Anlage und Prüfverfahren
  • Messstelle und erwarteter Temperaturbereich
  • Elektrische und mechanische Umgebung
  • Anzahl der Messpunkte
  • Faserweg, Durchführungen und Geräteposition
  • Gewünschte Anzeige, Alarme und Schnittstellen

Auswertung und Systemintegration

Das Auswertegerät verarbeitet die optischen Signale der angeschlossenen Sonden und stellt die Temperaturwerte für Anzeige, Alarmierung oder die weitere Systemintegration bereit.

Für die Auswahl sind vor allem Kanalzahl, Versorgung und die benötigte Schnittstelle relevant. Je nach Geräteausführung stehen beispielsweise RS485- bzw. Modbus-Schnittstellen zur Verfügung.

Geben Sie die gewünschte SPS-, SCADA- oder Anzeigeanbindung bereits bei der Anfrage an, damit Sensoren und Auswertegerät passend ausgewählt werden können.

Fragen zur Messung unter Hochspannung

Was misst eine faseroptische Temperatursonde?

Die Sonde misst die Temperatur direkt an ihrer Spitze an einem definierten Messpunkt. Die Faser selbst dient zur optischen Signalübertragung zwischen Sonde und Auswertegerät.

Wie viele Messpunkte können gleichzeitig überwacht werden?

Je nach Auswertegerät können mehrere Sensoren gleichzeitig erfasst werden. Das aktuelle Produktspektrum umfasst Konfigurationen von 1 bis 64 Messkanälen. Die benötigte Kanalzahl ergibt sich aus den thermisch relevanten Messstellen der Anlage oder des Prüfobjekts.

Wie lang sollte die Faser sein?

Die Faserlänge wird vom Messpunkt bis zum vorgesehenen Standort des Auswertegeräts geplant. Berücksichtigt werden der tatsächliche Leitungsweg, Durchführungen, Befestigungspunkte und eine Montagereserve. Je nach Sensorausführung sind Faserlängen bis 20 m verfügbar.

Wo sollte das Auswertegerät installiert werden?

Das Auswertegerät wird außerhalb der eigentlichen Messstelle an einem zugänglichen Geräteort installiert. Entscheidend sind Faserweg, Versorgung, Umgebungsbedingungen und die gewünschte Verbindung zu Anzeige, SPS oder SCADA.

Wie gelangen die Temperaturwerte in SPS oder SCADA?

Das Auswertegerät verarbeitet die optischen Sensorsignale und stellt die Temperaturwerte über die vom jeweiligen Gerät unterstützten Schnittstellen bereit. Je nach Geräteausführung können beispielsweise RS485- bzw. Modbus-Verbindungen für die Systemintegration genutzt werden.

Hochspannungs-Messaufgabe besprechen

Beschreiben Sie uns Prüfobjekt, Messstelle, Temperaturbereich, Anzahl der Messpunkte und den vorgesehenen Faserweg. Geben Sie außerdem an, welche Anzeige oder Systemschnittstelle benötigt wird.

Mit diesen Angaben können wir die passende Kombination aus Sonde, Faser und Auswertegerät mit Ihnen abstimmen.

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Beschreiben Sie Ihre Messaufgabe oder schreiben Sie uns direkt an info@innofj.com