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MESSPRINZIP

Fluoreszenzbasierte faseroptische Temperaturmessung

Bei der fluoreszenzbasierten faseroptischen Temperaturmessung wird die Temperatur direkt an der Spitze einer optischen Sonde erfasst. Entscheidend ist die Abklingzeit der angeregten Fluoreszenz – nicht die Temperatur entlang der gesamten Faser.

Die Sonde arbeitet an der Messstelle elektrisch passiv. Dadurch eignet sich das Verfahren besonders für punktuelle Temperaturmessungen in Hochspannungsanlagen sowie in Umgebungen mit starken elektromagnetischen Feldern. Sonde, Faser und Auswertegerät bilden dabei eine abgestimmte Messkette.

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Faseroptischer Temperatursensor vor einer Hochspannungsanlage mit schematischer Messkette

Messprinzip

Fluoreszenz-Lebensdauer

Messart

Punktuelle Temperaturmessung

Sensor

Elektrisch passive faseroptische Sonde

Messsystem

Sonde, Faser und Auswertegerät

Von der Fluoreszenz zur Messgröße

Ein optisches Signal regt das Sensormaterial an der Sondenspitze an. Nach der Anregung klingt die Fluoreszenz mit einer temperaturabhängigen Zeitkonstante ab. Das Auswertegerät erfasst diesen zeitlichen Verlauf und berechnet daraus den Temperaturwert für den jeweiligen Messpunkt.

  1. AnregungLicht regt das fluoreszierende Sensormaterial an.
  2. Optische AntwortDas Sensormaterial sendet Fluoreszenzlicht zurück.
  3. AbklingzeitDie zeitliche Abklingkurve verändert sich mit der Temperatur.
  4. AuswertungDas Auswertegerät berechnet daraus den Temperaturwert.

Punktuelle Temperaturmessung an definierten Messstellen

Die Sonde misst die Temperatur an einem definierten Punkt. Sind mehrere Messstellen erforderlich, werden entsprechend weitere Sensoren und Messkanäle vorgesehen. Damit eignet sich die Fluoreszenz-Punktmessung besonders dann, wenn die thermisch relevanten Stellen bekannt sind und gezielt überwacht werden sollen.

Für eine kontinuierliche Temperaturerfassung entlang längerer Strecken werden andere Messverfahren eingesetzt. DTS und FBG verfolgen andere Messprinzipien und erfüllen daher andere Messaufgaben.

Schematische Darstellung eines faseroptischen Temperatursensors in einer Hochspannungsanlage

Warum ist die Sonde an der Messstelle elektrisch passiv?

An der Messstelle benötigt die Sonde keine elektrische Versorgung und überträgt kein elektrisches Messsignal über metallische Sensorleitungen. Das Temperatursignal gelangt optisch über die Faser zum räumlich getrennten Auswertegerät.

Das ist besonders bei Hochspannung sowie in HF-, Mikrowellen- und anderen elektromagnetisch belasteten Umgebungen von Vorteil. Sondenbauform, Faserführung und Einbau werden passend zur jeweiligen Messstelle ausgewählt.

Welches Messverfahren passt zur Anwendung?

VerfahrenMessgröße und OrtTypische Anwendung
Fluoreszenz-PunktmessungTemperatur an einem definierten MesspunktBekannte thermisch relevante Messstellen gezielt überwachen
DTSTemperaturverteilung entlang einer FaserstreckeLängere Strecken kontinuierlich auf Temperaturverteilung überwachen
FBGMessung an definierten optischen GitterpositionenMehrere festgelegte optische Messstellen entlang einer Faser
PT100 / ThermoelementElektrische Temperaturmessung am SensorMessstellen, an denen elektrische Sensorleitungen problemlos eingesetzt werden können

Für die konkrete Auswahl sind zusätzlich Temperaturbereich, Einbausituation, Anzahl der Messstellen und die benötigte Systemanbindung zu berücksichtigen.

Messverfahren für Ihre Anwendung auswählen

Nennen Sie uns Messstelle, Temperaturbereich und Anzahl der Messpunkte. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der geeigneten Sensor- und Auswertekonfiguration.

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Sensor und Auswertegerät passend konfigurieren

Für eine vollständige Messkette werden Sonde, Faser und Auswertegerät gemeinsam ausgelegt. Entscheidend sind die Anzahl der Messpunkte, die benötigte Faserlänge sowie die gewünschte Anzeige oder Systemanbindung.

Das Auswertegerät verarbeitet die optischen Sensorsignale und stellt die Temperaturwerte für Anzeige, Alarmierung oder die weitere Systemintegration bereit. Welche Schnittstellen verfügbar sind, richtet sich nach der gewählten Geräteausführung.

Häufige Fragen zum Messprinzip

Misst die gesamte Faser die Temperatur?

Nein. Bei der hier beschriebenen Fluoreszenztechnik wird die Temperatur an der Sondenspitze an einem definierten Messpunkt erfasst. Die Faser überträgt das optische Signal zwischen Sonde und Auswertegerät.

Benötigt die Sonde ein Auswertegerät?

Ja. Das Auswertegerät regt das Sensormaterial optisch an, erfasst die zurücklaufende Fluoreszenz und berechnet daraus den Temperaturwert für den jeweiligen Messpunkt.

Worin unterscheidet sich die Fluoreszenz-Punktmessung von DTS und FBG?

Die Fluoreszenzsonde misst an einem definierten Punkt. DTS erfasst Temperatur verteilt entlang einer Faserstrecke, während FBG festgelegte optische Gitter als Sensorelemente nutzt. Die Verfahren eignen sich daher für unterschiedliche Messaufgaben.

Für welche Umgebungen eignet sich die Fluoreszenz-Punktmessung?

Typische Anwendungen liegen dort, wo elektrische Sensorleitungen ungünstig sind – zum Beispiel in Hochspannungsanlagen, Transformatorwicklungen sowie in HF- und Mikrowellenumgebungen.

Welche Angaben werden für die Auswahl benötigt?

Hilfreich sind Messstelle, Temperaturbereich, Anzahl der Messpunkte, benötigte Faserlänge und gewünschte Systemanbindung. Mit diesen Angaben lassen sich Sonde und Auswertegerät passend auswählen.

Messaufgabe technisch besprechen

Teilen Sie uns Messstelle, Temperaturbereich, Anzahl der Messpunkte, Faserweg und gewünschte Systemanbindung mit. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl von Sonde und Auswertegerät.

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